Menschlichkeit

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Dank Tieren mehr Menschlichkeit

Tiere entspannen, katalysieren und machen freundlicher
Keine Frage, dass Tiere, insbesondere Heimtiere wie Hunde und Katzen, aber auch die klassischen Nutztiere Pferde, Esel, ja sogar Hühner, einen positiven Einfluss auf Menschen aller Altersgruppen ausüben können. Schon längst bekannt ist die entspannende Wirkung des Streicheln und sogar nur des Betrachten von Tieren

Können uns Interaktionen mit und Beziehungen zu Tieren helfen, «menschlicher» zu werden und Mitgefühl für andere Wesen – einschließlich anderer Personen – zu entwickeln, Aggression und Gewalt gegenüber anderen Menschen einzudämmen, oder das Zusammenleben in der Gesellschaft zu fördern?

Umgang, Pflege, Training, Interventionen mit Tieren verstärken die Beziehungsfähigkeit. Sie fördern die soziale Integration und die Übernahme von Eigenverantwortung der verschiedenen Personengruppen. Eine Verbesserung in defizitären Lebenslagen durch tiergestützte Interventionen wurde in den vergangenen Jahren immer aussagekräftiger ausgewiesen.

Die Qualität von Beziehungen ist insofern wichtig für das Erlernen von Verhalten, als das Umfeld Lerngelegenheiten und in verschiedenen Programmen auch Lehrinhalte ermöglicht, die erfolgversprechende, ergebnisorientierte Wege aufzeigen (z.B. Programme zur Stärkung der Fähigkeit von Strafgefangenen, «künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen»). Allgemein ist jeglicher Umgang und jegliche Arbeit mit Tieren eine wechselseitige Begegnung von Lebewesen. Normalität ist ein Postulat. Teilhabendes Tier und teilhabenden Menschen von der Aussenwelt abzuschneiden, würde nicht zum Wesen der Partizipation und zu einem reflektierten,
humanistischen Menschenbild gehören.

Die vielfältige, pro-aktive Zusammenarbeit in den Studien signalisiert Fortschritt und Innovation in der Mensch Tier-Beziehung. Und dies in einem erfreulichen Kontext, nämlich in einer Konzeption für mehr Menschlichkeit und aufgrund eines ethischen Fundaments.